Flower A. Newhouse
Impulse
Von Flower A. Newhouse (1909 - 1994) aus ihrem Buch
Das Weihnachtsmysterium in geistiger Schau
„Der CHRISTUS-Geist durchdringt die Welt wie eine aurische Strahlung. Er wird gebildet durch die vereinte Kraft der Gedankenenergien jedes strebenden Menschen, der Erleuchteten und der Engel. Das Wirken des CHRISTUS-Geistes besteht in der Ausstrahlung göttlicher Liebe und Ermutigung für alle lebenden Wesen. Eines seiner vorrangigen Ziele ist es, die Menschen zur Wiedergeburt und Selbstüberwindung zu führen. Der CHRISTUS-Geist ist der Geist des Dienens, geformt von hingebungsvollen Seelen, um die schlafende Göttlichkeit in allen Menschen zu erwecken. Dieser Geist umgibt uns mit einem Strahlenmantel, der die Einflüsse der Schattenkräfte allmählich zum Erlöschen bringt."
"Das Wesen des Christus offenbart sich immer tiefer, je intensiver die gedankliche Beschäftigung mit Ihm ist. Dadurch wird ein Kanal von Ihm zum suchenden Herzen erbaut, der es jenen Kräften, die Er aussendet, einzuströmen ermöglicht."
Dazu ein Zitat von Daskalos (siehe unten): „Christus ist nicht nur eine Person, Jesus oder Joshua, sondern ein Prinzip, das Prinzip des Lebens und des Selbstgewahrseins.“ Vieles, das heute missverstanden wird, werde dann verständlich.
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Auszüge aus dem Nachruf von Panayiota Ch. Theodoki über ihren Vater,
den zypriotischen Heiler Daskalos (Stylianos Atteshlis).
(dem ich - Markus - dreimal begegnen durfte)
Mein Vater, Dr. Stylianos Atteshlis (1912–1995) – bekannt als Daskalos –, war ein griechisch-zypriotischer Mystiker und Heiler. Daskalos ist das griechische Wort für Lehrer. Er wurde am 12. Dezember 1912 in Zypern geboren, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. Wenn wir seine Lehre in drei Worten zusammenfassen würden, wären es “bedingungslose Liebe”, “Aufwachen” und “Freiheit”.
“Sei der Herr deiner Gedanken, Gefühle und Emotionen und nicht ihr Sklave! Reduziere den Egoismus deiner Persönlichkeit, liebe Gott und alle Menschen. Dies ist die Grundlage, um gesund und glücklich zu sein.”
Schon in sehr jungen Jahren erinnerte mein Vater alle seine früheren Inkarnationen. Für ihn war Reinkarnation eine absolute Tatsache, und seine gesamte Philosophie basiert auf diesem Glauben. Er erinnerte sich zum Beispiel an die Zeit, die er mit Yohannan – dem Evangelisten Johannes – während des Lebens von Joshua Emmanuel, dem Christus, verbrachte. Als mein Vater sieben Jahre alt war, übergab Yohannan ihm die „Sieben Versprechen“, die zu den Gelübden aller „Wahrheitsforscher” wurden. (Mein Vater hatte nie “Jünger”, er wollte nie ein “Guru” sein; er nannte seine Schüler “Wahrheitsforscher”).
„Ich verspreche mir:
1. Zu allen Zeiten und an allen Orten dem absoluten Sein zu dienen, dem ich von ganzem Herzen angehöre.
2. Zu jeder Zeit und an allen Orten bereit zu sein, dem göttlichen Plan zu dienen.
3. Die göttlichen Gaben des Denkens und Wortes zu jeder Zeit, an allen Orten und unter allen Umständen sinnvoll zu nutzen.
4. Geduldig und ohne Klagen alle Formen von Prüfungen und Trübsal zu ertragen, die mir das weise göttliche Gesetz auferlegt.
5. Meine Mitmenschen aufrichtig aus der Tiefe meines Herzens und meiner Seele zu lieben und ihnen zu dienen, egal wie ihr Verhalten mir gegenüber sein mag.
6. Täglich über das absolute Sein zu meditieren und nachzudenken, mit dem Ziel, meine Gedanken, Wünsche, Worte und Taten vollständig mit dem göttlichen Willen in Einklang zu bringen.
7. Jeden Abend zu untersuchen und zu überprüfen, ob alle meine Gedanken, Wünsche, Worte und Taten in absoluter Harmonie mit dem göttlichen Gesetz stehen.“
Dieses letzte Versprechen führte zu dem, was mein Vater “Introspektion” nannte. Er hielt diese Übung für äußerst wichtig und ein absolutes “Muss” für jeden Sucher der Wahrheit. Jede Nacht, kurz vor dem Schlafengehen, erinnert der Schüler den vergangenen Tag von Anfang bis Ende.
„Entspanne dich vollkommen und sehe dich selbst in jeder Begegnung und Situation dieses Tages und frage dich:
Was habe ich gedacht oder gefühlt, was ich nicht hätte denken oder fühlen sollen?
Was habe ich nicht gedacht oder gefühlt, was ich hätte denken oder fühlen sollen?
Was habe ich gesagt, was ich nicht hätte sagen sollen?
Was habe ich nicht gesagt, was ich hätte sagen sollen?
Was habe ich getan, was ich nicht hätte tun sollen?
Was habe ich nicht getan, was ich hätte tun sollen?“
Im Anschluss an das Vater-Unser betete Daskalos immer folgendes Gebet:
„Absolutes unendliches Sein, Gott,
Ewiges Leben, Liebe und Barmherzigkeit,
Dich in Dir selbst als vollkommene Weisheit und Allmacht offenbarend,
Erleuchte unseren Geist, um Dich als die Wahrheit zu erkennen.
Reinige unsere Herzen, um Deine Liebe Dir und allen anderen Menschen widerzuspiegeln.
Amen.“